Neue Beratungsleistungen für Eigentümer

Als Eigentümer einer Immobilie ist Ihnen bekannt, dass Eigentum auch Verantwortung mit sich bringt. Um seine Rechte zu schützen, sollte man stets sicherstellen, dass die Immobilie alle technischen und rechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Kanzlei Tarraco Iuris bietet daher umfassende Beratungsleistungen für Eigentümer mit dem Ziel, die Erfüllung der derzeitigen und zukünftigen rechtlichen Anforderungen in Spanien sicherzustellen und Ihnen so einen umfassenden Rechtsschutz zu bieten.

Unsere Kanzlei in Tarragona verfügt über ein multidisziplinäres Team aus Anwälten und technischen Fachkräften, die für unsere Mandanten Tätigkeiten als Vermittler, Sachverständige und Vertreter bei den spanischen Behörden (Stadtverwaltungen, Kreisverwaltungen, Ministerien der katalanischen regionalen Regierung, Notariaten, Gerichten, etc.) übernehmen und sie gegenüber Dritten (Anrainern, Anwohnervereinigungen, Eigentümergemeinschaften, zuständige Körperschaften bei Enteignung etc.) vertreten.

Anbei finden Sie eine Auflistung der verschiedenen Leistungen, die wir Ihnen zum Schutz Ihres Eigentums in Spanien bieten:

1. Einholung von Identifikationsnummern für Ausländer (gilt auch als Steuernummer)
2. Aufsetzen von Vorverträgen, Kaufoptionsverträgen, Kaufverträgen, Mietverträgen oder jedwede sonstige Art von Vertrag, mit der Rechtsgeschäfte bezüglich der Immobilie abgeschlossen werden
3. Prüfung des Vorliegens von Belastungen beim zuständigen Grundbuch
4. Prüfung der städtebaulichen Situation bei der zuständigen Stadtverwaltung
5. Prüfung möglicherweise ausstehender Beiträge des Verkäufers zur Eigentümergemeinschaft
6. Prüfung der Erfüllung der steuerlichen Verpflichtungen der Immobilie (Grundsteuer, Einkommensteuer aus dem Eigentum von Immobilien) und Erstellung sowie Vorlage der entsprechenden Steuererklärungen
7. Simulation der Kosten für Steuern und sonstige Ausgaben zwecks Budgetierung von Eigentumsübertragungen
8. Prüfung der entsprechenden ehelichen Güterstände und der Situation von Erbengemeinschaften sowie Beratung über die rechtlichen Umstände bei Erwerb oder Übertragung einer Immobilie
9. Vorbereitung von notariellen Urkunden für Rechtsgeschäfte mit Immobilien
10. Teilnahme an der notariellen Beurkundung als Berater und Dolmetscher
11. Begleitung der Verhandlungen mit Banken zur Nutzung einer Immobilie als Sicherheit für ein Darlehen
12. Eintragung von Urkunden im Grundbuch
13. Mitteilung des Eigentumswechsels an die zuständige Stadtverwaltung zwecks Zahlung der entsprechenden Steuern und Abgaben der Gemeinde
14. Bei Verkauf von nicht Gebietsansässigen Erstellung und Vorlage der Erklärung zur Abführung einbehaltener Einkommensteuer sowie Abwicklung einer möglichen Rückzahlung
15. Anträge für:

a. Bewohnbarkeitsbescheinigung und Energiepass
b. Gutachten zur technischen Bewertung des Gebäudes
c. Bescheinigung der Strukturfestigkeit und des Gebäudealters

16. Erstellung von topographischen Erhebungen und Karten
17. Feststellung der Grundstücksgrenzen und Abgrenzung sowie Vermittlung bei Konflikten mit Nachbarn
18. Nachforschungen zur Herkunft von Eigentum und Aktualisierung des Katasters bei Abtrennung oder Zusammenlegung von Flurstücken
19. Beratung zum:

a. Anschluss an Strom und Wasser und die Nutzung von Brunnen und Quellen
b. Projekte für Neubau, Renovierung oder Anlegen von Gärten
c. Projekte für wirtschaftliche Tätigkeiten
d. Instandsetzung von Wegen
e. Bewertung von Grundstücken und Gebäuden

Sind Sie sicher, dass Ihre Immobilie keine rechtliche Risiko eingehen?

Bitte setzen Sie sich für weitere Information mit uns in Verbindung. Sollten Sie anderweitige Leistungen benötigen, sprechen Sie uns bitte persönlich an.

Tarraco Iuris global management

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Weitere Informationen über das neue spanische Küstengesetz

Letzten Monat haben wir über die wichtigsten Merkmale der neuen spanischen Küstengesetz diskutiert und wir haben über seine Auswirkungen auf die Umwelt und den rechtlichen Status von Immobilien in der Nähe des Meeres gesprochen. Diesen Monat werden wir weiterhin die Probleme im Zusammenhang mit den Details des Gesetzes analysieren.

Einschränkungen des Rechts auf Eigentum im Falle von Immobilien, welche neben dem öffentlichen Eigentum liegen oder ein Teil davon sind: in Bezug auf die Verwendung von Stränden, wird das im Gesetz beschlossen, dass künftige Verordnungen der Regierung eine verschiedene Regelung für die städtischen Strände (neben einer Urbanisierung) und für die natürlichen Strände (angrenzend an Schutzgebiete oder ländlichen Gebieten) etablieren sollten. Für die natürlichen Stränden gilt ein hohes Maß an Schutz und es wird keinerlei Aktivität erlaubt. Es ist wichtig, in einem natürlichen Zustand die Strände weit entfernt von den städtischen Zentren aufrechtzuerhalten und, auf der anderen Seite, das zu garantieren, dass die Strände der Stadt für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Eigentümer von Immobilien, die rechtlich in der Gegend von besonderen Schutz stehen (wobei  eine Dienstbarkeit zu Gunsten des Staates eingetragen ist) wird erlaubt, Bauarbeiten ausführen, um die Inmobilien zu verbessern, zu modernisieren und zu stärken, aber nur, wenn sie mit überhaupt keinem Anstieg in Höhe, Volumen oder Fläche des Gebäudes verbunden sind. Das ist nicht neu, aber jetzt ist die Genehmigung der regionalen Verwaltung durch eine verantwortliche Erklärung des Besitzers ersetzt, wo das auch bewiesen werden muss, dass diese Gebäude die gesetzlichen Anforderungen der Energieeffizienz und Wassereinsparung treffen. Dadurch wird das vermieden, dass zwei eventuell inkoherenten Genehmigungen  nebeneinander notwendig wären: die Lizenz der regionalen autonomen Behörden und die Lizenzen der zustandigen Gemeinde. Auf jedem Fall kann die spanische Regierung die Verwaltungsakte und Vereinbarungen der lokalen Regierungen aussetzen, wenn diese Entscheidungen die Integrität des geschützten Bereichs der öffentlichen Küsten oder seine Dienstbarkeit berühren. Das Gesetz stellt eine schnelle und effektive einstweilige Verfügung, um die Ausführung von illegalen Aktivitäten zu verhindern, trotz der Tatsache, dass innerhalb von zehn Tagen, die lokale Entscheidung durch den Staat in den Gerichten der verwaltungsrechtlichen Streitigkeiten angefochten werden muss.

Änderungen bei der Regulierung von Konzessionen und Genehmigungen im Zusammenhang mit Küsten öffentlichen Eigentums: Die Vertagung oder der Verlängerung von bestehenden Konzessionen hängt von einem wirtschaftlichen Bericht ab, der die Auswirkungen dieser Nutzung des Geländes auf die Umwelt bestimmt. So wird die Dauer der Konzession auf Umweltverträglichkeit beschränkt.
Das Gesetz ändert auch die maximale Laufzeit von öffentlichen Konzessionen bis zu 75 Jahren und erlaubt es auch, diese zu übertragen und sogar sie zu verkaufen. Im Falle der Übertragung durch Vererbung wird die Frist von einem Jahr auf vier Jahre verlängert, damit die Erben das erklären können, dass sie mit der Abtretung der Rechte der Konzession einverstanden sind. Dies verhindert den Verlust der Konzession, wenn die Entscheidung der Erben nicht in einer kurzen Laufzeit von bis zu einem Jahr gemacht wurde, was besonders für Ausländern sehr schwierig sein könnte. Im Falle der Übertragung von Rechten zwischen lebenden Personen, wird die Gültigkeitsdauer von einer vorherigen Genehmigung der Verwaltung bestimmt.

Carlos Prieto Cid – Rechtsanwalt

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Auswirkungen des neuen Küstengesetzes in bestehenden Eigentumsinmobilien und Küstenschutz

Die letzte Revision des spanischen Küstengesetzes versucht eine über längere Zeit nachhaltige und mit der Umwelt respektvolle wirtschaftliche Nutzung der Küsten zu erreichen. Die eingeführten Änderungen geben mehr Rechtssicherheit und Klarheit und lösen einige kurzfristigen Probleme, die durch die bisherigen Rechtsvorschriften entstanden, aber in der Praxis, sind die Chancen der Erhaltung der Küstenstreifen verringert.

Das Küstengesetz wurde in 1988 verabschiedet und hat damals signifikante Veränderungen in Bezug auf das ehemalige Regime angenommen. Dennoch war der Gesetzgeber sehr zurückhaltend und hat daher entschieden, dass die gesetzlichen Änderungen nicht ab sofort in Kraft treten, sondern über die Zeit verzögert werden sollten. Dies hat zu einer widersprüchlichen Anwendung des Gesetzes und sogar zu seinem Rückzug geführt: das Gesetz des Jahres 1988 konnte die etablierten sozialen Realitäten nicht besiegen und deshalb beschloss die Regierung, dass es korrigiert werden sollte. Auf der anderen Seite, erstellt dieses Gesetz des Jahres 1988 erhebliche Rechtsunsicherheit, was die Entschließung des Europäischen Parlaments im Jahr 2009 verursacht hatte, wobei die spanischen Behörden aufgefordert werden, “dringend die Wirkung des Küstengesetzes zu überprüfen und, wenn nötig, zu ändern, um die Rechte derjenigen zu schützen, die Wohnungseigentum oder kleine Parzellen in den Meeresgebiete besitzen, die nicht negativ auf die Umwelt der Küstenregion auswirken… “.

Wir werden jetzt die wichtigsten Änderungen der Reform analysieren:

1 – Klarstellung und Konkretisierung des Begriffs „öffentlichen Eigentums des Küstenbereichs“ und Verbesserung des Abgrenzungsverfahrens:

Die Küste ist rechtlich als der Streifen definiert, wo das Meer das Land trifft. Die spanische Verfassung sieht vor, dass das „Litoral“ (einschließlich der Küstenzone, der Hoheitsgewässer und der Stränden) wird immer in jedem Fall öffentliches Domäne sein. Daher ist es wichtig zu erkennen, wie weit dieses gemeinsame Eigentum sich ausdehnt, vor allem, wenn wir, das in Betracht ziehen, dass die spanische Küste das am dichtesten besiedelte Gebiet des Landes ist und es konzentriert die strategisch wichtigsten Wirtschaftszweige der Nation, wie Tourismus und Fischerei.

Das Gesetz besagt, dass die Küsten – Schutzzone der Landstreifen ist, der innerhalb der Reichweite der größten Wellen während starker Stürme aufgezeichnet werden kann. Diese Aufzeichnung hängt von technischen Kriterien, die geschaffen werden sollen, um mehr Vertrauen, Zuverlässigkeit und Stabilität an den Grenzen zu geben.

Die wichtigste eingeführte Neuheit betreffend des geschützten Küstengebiets ist, dass die Breite der juristischen Dienstbarkeit vom 100 Meter auf 20 Meter reduziert wird, aber nur in Siedlungen, die in 1988 nicht als städtische Gebiete eingestuft wurden, obwohl sie die Eigenschaften solcher hatten. Diese Reduktion gilt auch ausnahmsweise in den oberen Ufer der Flüsse, die empfindlich gegen die Ebbe und Flut sind, um das zu vermeiden, dass es an Orten weit entfernt von der Mündung des Flusses, diese Dienstbarkeit von 100 Metern eingehalten werden muss.

Carlos Prieto Cid – Rechtsanwalt

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